Silvester-Dinner: In Berlin quer durch Österreichs Weißweinwelt

Den Neujahrstag hat FrauWEIN zur Regeneration gebraucht, jetzt ist es aber Zeit für eine Rekapitulation des Silvesterdinners – und dessen Weinbegleitung. FrauWEIN und HerrWEIN waren bei Freunden in Berlin und die haben auch die Lokalauswahl übernommen. Freilich nicht ohne FrauWEINs Leidenschaft zu berücksichtigen und so ging es in die Fleischerei in der Schönhauser Allee. Fleisch ist schon mal gut und dass die Weinkarte dort hauptsächlich mit österreichischen Weinen bestückt ist, gibt FrauWEIN auch am letzten Abend des Jahres ein bisschen Heimatgefühl. Der Lokalchef ist Österreicher, erfahren FrauWEIN und HerrWEIN später auch den Grund für die heimatlastige Weinkarte. Das Essen entspricht dem Namen, das Lokal war schließlich ursprünglich auch ein Fleischhauer. Die alten Fliesen an den Wänden erinnern noch daran, auch der grobe Boden. Wenn nicht gerade Silvester ist, sind die Tische zusammengestellt und man sitzt neben den anderen Gästen, sehr relaxed, sehr berlinerisch.

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Die Berliner Begleitung überlässt den WEINs die Weinauswahl und gibt nur wenige Vorgaben: Weiß, trocken, nicht zu viel Säure, aber auch nicht süß im Geschmack. Da sollte sich etwas finden!

Los geht’s mit also mit etwas sehr Österreichischem, einem Rotgipfler vom Berg vom Weingut Alphart in Gumpoldskirchen, Jahrgang 2013. Der macht allen am Tisch Freude: Schön fruchtig, mit exotischen Aromen wie Mangos, aber nicht zu wuchtig. Sehr trinkfreudig – der ist aus, bevor der erste Gang auf den Tisch kommt. Wobei das Dinner auch mit mehr als einer halben Stunde Verspätung beginnt, was das Service am Ende mit Schnaps aufs Haus wieder gut macht.

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FrauWEINs Reise durch Österreichs Weinwelt geht weiter mit dem nächsten typischen Vertreter alter heimischer Rebsorten: Roter Veltliner Stangl von einer der wenigen bekannten Winzerinnen Österreichs, Birgit Eichinger aus dem Kamptal, Jahrgang 2013. Sehr aromatisch, die Fruchtnoten diesmal heimischer: Birnen, Äpfel, ein bisschen Stachelbeeren und dann auch ein Hauch Exotik. Am Gaumen ist der Veltliner sehr mineralisch, im Abgang fast zitronig, das ist der Berliner Begleitung fast ein bisschen zu viel (Säure!).

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Mit dem nächsten Wein trifft HerrWEIN, der die Auswahl übernommen hat, dann wieder den Geschmack aller: Ein Chardonnay Leithaberg, 2013, vom Weingut Toni Hartl aus dem Burgenland. Ein typischer Burgunder, exotische Noten, aber auch Marillenduft, am Gaumen cremig und schmelzig, sehr sanft. Nicht der beste Wein zum Filetsteak, das mittlerweile auf den Tisch gekommen ist, aber eine Trinkpause ist auch kein Fehler.

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Zum Abschluss und bevor es zur Party geht, gönnen sich FrauWEIN, HerrWEIN und Berliner Begleitung dann noch etwas richtig Feines: Wieder zurück zu Birgit Eichinger, diesmal ein Grüner Veltliner Lamm Reserve, 2013. Ein Traumwein, wenn auch noch sehr jung zum Trinken. Schöne Fruchtaromen, leichter Honigton und rauchige Aromen. Das Weingut selbst spricht in der Beschreibung von gutem Lagerpotenzial, das kann FrauWEIN nur unterschreiben.

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Rechtzeitig vor Mitternacht lassen wir Wein Wein sein, wechseln Location und Getränk: Zum Anstoßen gibt es Champagner in der Monkey Bar im Bikini Berlin. Ein Brut Reserve von Taittinger, mit 40 Prozent Chardonnay-Traubenanteil. Ein sanft perlender Gaumenschmeichler, der den Wechsel ins neue Jahr bestens untermalt. Auf ein gutes 2015!

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