Kleiner roter Bruder

M1 – für Kenner ist das Synonym für einen der besten Rotweine Österreichs. Der Cuvée vom Gerhard Markowitsch aus Carnuntum bleibt FrauWEIN  leider noch vorenthalten. Einstweilen durfte sie sich aber immerhin mit dem kleinen Bruder vergnügen: Ein Cuvée Rosenberg, Jahrgang 2004, stand zum Familiendinner an.

Frisch geöffnet kam der ziemlich jugendlich daher, der erste Schluck war dann sogar noch etwas ungestüm holzbetont. Schnell dekantiert und später zum Hauptgang serviert war der Tropfen aus Zweigelt – der Paradesorte des niederösterreichischen Weinbaugebiets -, Merlot und Cabernet Sauvignon dann aber ausgewogen und ganz wunderbar.

Dunkle rubinrote Farbe, mit leicht violetten Reflexen, am Gaumen viel Frucht: Reife, fast sirupartige Beerenaromen, ein bisschen Kirsche, vielleicht ein Hauch Cassis. Immer noch sehr jugendlich, ein wenig tabakig. Der Abgang ziemlich lang, die Tannine weich – da musste sich FrauWEIN schon konzentrieren, um nicht aufs Essen zu vergessen. Spannend: Zum Steak harmonierte der Wein großartig, zur Beilage weniger. Es war ein Risotto mit Heidelbeer und Almkäse, das für sich auch perfekt zum Fleisch passte, aber mit dem Wein am Gaumen einen fast unangenehmen Geschmack hinterließ.

Naja, zum Glück war nach dem Hauptgang noch genug vom Rosenberg zum Genießen übrig. Und den M1 nimmt sich FrauWEIN auch einmal vor.

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